Singen nach der Schule der Stimmenthüllung
Atem – Klang – Laut – Musik
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Über die Schule der Stimmenthüllung
Gesangsübungen nach der Schule der Stimmenthüllung bringen die menschliche Stimme zum Klingen und beseitigen Hindernisse, die einem freien Klang, einem fließend-beweglichen Atem und einer klaren Lautbildung entgegenstehen. Dieser Weg zu singen wurde von der schwedischen Sängerin Valborg Werbeck-Svärdström (1879 – 1972) entwickelt.
Manche Übungen erklingen ruhig, langsam, lauschend aus der Stille heraus. In diesem lauschenden Singen kann der Klang wie von selbst entstehen, ohne inneren oder äußeren Druck. Im rhythmischen Wechsel von Gesangsklang und Atem harmonisiert sich dabei zugleich der Atemstrom.
Andere Übungen üben Beweglichkeit und Leichtigkeit, sowohl im Hinblick auf die Lautbildung von Zunge und Lippen als auch auf das Zwerchfell und den Kiefer sowie die Beweglichkeit in der Melodieführung. Auch hier schafft die stetige Wiederholung die Möglichkeit, dass das Bewusstsein lernt, „nichts zu wollen“. Aus dem musikalischen Üben selbst heraus bildet sich so allmählich die Fähigkeit, wie mühelos zu singen.
Nicht Atemübungen, sondern „Übungen zum Vergessen des Atems“ nannte Valborg Werbeck-Svärdström ihren Ansatz, mit dem Atem im Singen umzugehen. Den Atem mit verschiedensten Rhythmen zu umkleiden, dies lässt ihn allmählich ins Unbewusste sinken. Ruhig-fließende Übungen, kraftvoll-belebte und von langen Melodiebögen geprägte Übungen ergänzen dabei einander.
Verschiedene Laute und Lautkombinationen helfen für ein verständliches Textsingen. Eine Besonderheit der „Schule der Stimmenthüllung“ ist, dass nicht nur auf die Klinger (m, l, n, ng) und auf Vokale Klangübungen gesungen werden. Auch Laute wie w, s, j und b, d, g werden intensiv und mit Gesangsklang geübt.
Die Schule der Stimmenthüllung lebt wesentlich auch vom gemeinsamen Singen. Es entsteht ein gemeinsamer Klangraum, der zugleich alle Einzelnen trägt. Dadurch ist die Arbeit mit den Übungen auch in größeren Gruppen sehr gut möglich.
Die Übungen nach der Schule der Stimmenthüllung eignen sich für Singende ganz unterschiedlichen Könnens. Menschen, die meinen, nicht singen zu können oder die mit Hindernissen im Singen kämpfen, schenken die Übungen in der Regel bereits nach kurzer Zeit Vertrauen in die eigene Stimme. Und Sängerinnen und Sängern verhelfen die Übungen z.B. zu einem weicheren Stimmansatz oder größerer Leichtigkeit in der Stimme.
Meine Arbeit mit der Schule der Stimmenthüllung
In der Arbeit mit den Grundübungen arbeite ich sehr gerne mit Bewegung. Den Klang bis in Füße oder Hände zu spüren, so dass der gesamte Körper im musikalischen Prozess mitschwingt, ist mir dabei Anliegen. Später kann und muss die äußere Bewegung reduziert werden. Je nach Übung und Situation begleite ich mit der Leier (nur bei langsamen Übungen), mit dem Klavier, mit Instrument und eigener Stimme zugleich, mit Bewegung oder mit sowohl Bewegung als auch der eigenen Stimme. Übungen, die einen größeren Tonumfang haben oder die Leichtigkeit und Beweglichkeit in der Stimme zum Ziel haben, begleitete ich fast immer mit dem Klavier.
Im Einzelunterricht ergänze ich gerne mit Kanons, Kunstliedern und Nicola Vaccais „Praktische Schule des italienischen Gesangs“, je nach Fähigkeit und Interesse.
Kurse finden Sie unter Termine Singen. Für Einzelunterricht sprechen Sie mich gerne an: Kontakt.